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15. Dezember 2017



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Einzelheiten zu den Aufbauarbeiten in der Rheinaue


 

In der Bonner Rheinaue entstehen 55 000 Quadratmeter umweltverträgliche Konferenz- und Präsentationsräume

Auch wenn sie nur einen sehr kleinen Teil der Rheinaue einnimmt: Die "Zeltstadt", die dort derzeit für die UNO-Klimakonferenz (COP23) entsteht, ist beeindruckend, auch in ihrer Ausdehnung. 35000 Quadratmeter temporär installierte Hallen breiten sich auf der Blumenwiese aus, die damit zur "Bonn Zone", einem erweiterten Konferenzbereich, wird. Nahe dem World Conference Center Bonn, dem Herz der COP23, entsteht mit der "Bula Zone" auf weiteren 20000 Quadratmetern ebenfalls ein zusätzlicher Konferenzbereich. Ein Bus-Shuttle verbindet beide Bereiche, auch 600 Leihfahrräder stehen bereit. Bonn ist vom 6. bis 17. November Schauplatz der diesjährigen Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC). UNFCCC ist Ausrichter der Konferenz, die Republik Fidschi hat die Präsidentschaft inne, Deutschland ist technischer Gastgeber.

Der Schutz von Umwelt und Klima steht nicht nur bei der Konferenz selbst im Mittelpunkt, sondern auch beim Bau der Hallen. Wiederverwendbare Aufbauten, die Nutzung umweltverträglicher Materialien, eine gute Dämmung - die Liste ließe sich beliebig verlängern. Ziel ist es, die gesamte Konferenz EMAS-zertifizieren (Eco Management and Audit Scheme) zu lassen, wie es übrigens auch die Vertragsstaatenkonferenz der Convention on Biological Diversity 2008 in Bonn war. Der unvermeidbare Ausstoß von Treibhausgas wird anschließend durch Maßnahmen, die sonst nicht stattgefunden hätten, ausgeglichen.

Bis zu 1500 Arbeiter werden auf der Baustelle in der "Bonn Zone" tätig sein, um die Hallen rechtzeitig fertigzustellen. Sie sollen unter anderem die zentrale Akkreditierung, einen Sanitätsbereich und das Catering mit 1150 Plätzen aufnehmen. 160 Ausstellungsflächen sind im Angebot, rund 25 Länder haben eigene Pavillons. Auch Veranstaltungsräume stehen dort zur Verfügung.

Die "Bonn Zone" ist vor allem für Veranstaltungen und Ausstellungen zu konkreten Umsetzungsprojekten und Lösungsansätzen zum Klimaschutz gedacht. Auch alle Veranstaltungen der Global Climate Action Agenda werden hier stattfinden. Regierungen, Kommunen und Länder, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft sowie Zivilgesellschaft hat hier die Möglichkeit, ihre Klimaschutzinitiativen und -projekte vorzustellen. Auch die Stadt Bonn wird hier und in der "Bula Zone" mit einem Stand vertreten sein.

Staatssekretär Jochen Flasbarth vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, machte sich am Montag, 11. September, ein eigenes Bild von den Aufbauarbeiten. "Wenn ein großer Industriestaat wie die Bundesrepublik Deutschland sich mit einem Inselstaat, der vom Klimawandel stark betroffen ist, zusammentut, um eine solche Konferenz auszurichten, könnte das ein wichtiges Signal für ein künftiges Miteinander sein", sagte er beim Rundgang durch die Hallen, in denen stellenweise schon der Innenausbau begonnen hat, während an anderen Ecken noch am "Rohbau" gearbeitet wird. Projektleiterin Beate Frey-Stilz aus dem BMUB: "Wir müssen parallel arbeiten, sonst wäre das extrem enge Zeitraster nicht einzuhalten." Und sie verspricht: "Alles wird nach dem Abbau Ende Dezember vollständig renaturiert".

Die Bauabschnitte:

  • seit 2. August: Verlegung von Kabelschächten für Strom und Telekommunikation in beiden Zonen des Konferenzgeländes.
  • seit 14. August: Aufbau von Bauzaun, Kabelbrücken, Zelten, Blitzschutz sowie Anlegen temporärer Fahrstraßen.
  • seit Anfang September: Beginn des Innenausbaus.
  • Anfang Oktober: Abschluss des Zeltbaus; Aufbau der Länderpavillons.
  • Ende Oktober: Fertigstellung aller Auf- und Einbauten.
  • 6. bis 17. November 2017: COP23
  • ab 18. November: Rückbau der temporären Konferenzstadt

Innovatives Konferenzkonzept in zwei Zonen

Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt als technischer Ausrichter die Republik Fidschi, die die Präsidentschaft der Konferenz innehat. Für die COP 23 wurde ein neues und innovatives Konferenzkonzept entwickelt, das als Beispiel für zukünftige Klimakonferenzen dienen soll. Durch das Konzept "eine Konferenz - zwei Zonen" wird die COP 23 insbesondere auch die Bedeutung von Klimaaktivitäten nicht-staatlicher Akteure hervorheben und die Verhandlungen ergänzen.

Weitere Informationen des Bundesumweltministeriums zur Weltklimakonferenz
URL: https://www.cop23.de/

Umweltaspekte der COP23:

Die COP 23 ist die dritte Großveranstaltung, die auf Behördeninitiative hin EMAS-zertifiziert werden soll (Eco Management and Audit Scheme auf der Grundlage einer EU-Verordnung). Bereits zertifiziert wurden die 9. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity) 2008 in Bonn sowie das Festival der Zukunft 2016 in Berlin. Ziel ist es, die Konferenz so treibhausgasneutral wie möglich zu gestalten, überwiegend vegetarisches Essen anzubieten und das Abfallaufkommen so gering wie möglich zu halten. Die Blumenwiese in der Rheinaue wird im Anschluss an die Konferenz renaturiert.

Informationen zu EMAS
URL: http://www.bmub.bund.de/themen/wirtschaft-produkte-ressource n-tourismus/wirtschaft-und-umwelt/unternehmensverantwortung- nachhaltiges-wirtschaften/emas/

Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2017




 


 

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