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19. Oktober 2017



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Seilbahn Bonn


 

Wie geht es weiter?

Die Machbarkeitsstudie liegt nun vor. Die begleitende frühzeitige Bürgerbeteiligung ist vorerst abgeschlossen. Der Planungsausschuss des Stadtrates hat am 7. Juni 2017 einige weitere Schritte beschlossen (Drucksachennummer 1711646AA2).

Zur Drucksache 1711646AA2 im Bonner Rats- und Informations-System
URL: http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/17/1711646AA2.pdf

Neben der Beantwortung offener Fragen wird die Verwaltung nun insbesondere die Auswirkungen unter anderem auf das Bonner ÖPNV-Netz unter Beteiligung der SWB intensiv prüfen. Zudem wird eine volkswirtschaftliche Nutzen/Kosten-Analyse durch einen externen Gutachter beauftragt. Dies steht auch in Zusammenhang mit dem in Aufstellung befindlichen ÖPNV-Bedarfsplan Nordrhein-Westfalen, in dem eine Seilbahn enthalten sein müsste, um eine Investitionsförderung für die Seilbahn zu erhalten.

Die Ergebnisse der weiteren Analysen werden den politischen Gremien mit einer möglichen Empfehlung für das weitere Vorgehen vorgestellt und ebenfalls auf der Internetseite bonn-macht-mit.de eingestellt.

www.bonn-macht-mit.de
URL: https://www.bonn-macht-mit.de/dialog/bürgerdialog-seilbahn

Information zur Machbarkeitsstudie

Eine Seilbahn zum Venusberg - und in Verlängerung über den Rhein nach Beuel - ist technisch machbar und führt grundsätzlich zu einer Verkehrsentlastung. Zu diesem Schluss kommt das Gutachter-Team bestehend aus den Unternehmen VSU GmbH, Intraplan Consult GmbH und Ingenieurbüro Sehnal.

Die Experten schlagen für eine Realisierung die so genannte Nordtrasse vor: Sie würde vom Uni-Klinikum auf dem Venusberg über den Hindenburgplatz zum neuen DB-Haltepunkt UN Campus verlaufen und - als Option - in Verlängerung mit einer Zwischenstation in der Rheinaue über den Rhein zum künftigen S-Bahn-Haltepunkt Beuel-Ramersdorf (Schießbergweg) führen.

Die Gutachter haben die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt Bonn zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung beim dritten Bürgerdialog am 16. Mai den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und erläutert.

Machbarkeitsstudie zur Seilbahn Bonn [PDF, 4538 KB]
Bericht der Gutachter VSU GmbH, Intraplan Consult GmbH und Ingenieurbüro Sehnal

Datei: http://www.bonn.de/umwelt_gesundheit_planen_bauen_wohnen/sta dtplanung/verkehrsplanung/17794/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm c7Zi6rZnqCkkIR6fHmBbKbXrZ2lhtTN34al3p6YrY7P1oah162apo3X1cjYh 2%2BhoJRn6w%3D%3D

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Die Nordtrasse

Grundsätzlich weist die Analyse der Umweltaspekte einer Seilbahn auf keine unüberwindbaren Hindernisse hin. Zunächst hatten die Gutachter im Jahr 2016 neun verschiedene Verbindungsoptionen in zwei Korridoren ermittelt und die dafür zu erwartenden Verkehrsmengen und Entlastungseffekte berechnet. Einmal hinauf zum Venusberg und zum anderen die Weiterführung über den Rhein nach Beuel-Ramersdorf. Zwei Verbindungsoptionen - eine nördliche und eine südliche - sind im Anschluss genauer untersucht worden. Da die Nordtrasse die verkehrlich bessere wäre, hat das Experten-Team diese Variante durchgeprüft und mit Kosten hinterlegt.

Für diese Trasse ergibt die Nachfrageberechnung ein Fahrgastpotential zum Venusberg von ungefähr 7000 Fahrgästen pro Tag. Dieses könnte durch weitere Maßnahmen - wie betriebliches Mobilitätsmanagement des Universitätsklinikums sowie eine öffentliche Parkraumbewirtschaftung - auf circa 9400 Fahrgäste täglich gesteigert werden. Durch die Seilbahn würde somit eine Verkehrsentlastung auf der Robert-Koch-Straße von mehr als 8 Prozent beziehungsweise knapp 20 Prozent erreicht werden. Das entspricht 1700 bzw. 4100 Fahrten am Tag.

1-S-Bahn mit 10er Kabinen

Die Gutachter sehen eine so genannte 1-S-Bahn vor. Diese bietet zehn Personen Platz; alle 30 Sekunden könnte eine Kabine fahren. In der Hochlastzeit ist sie mit einer Geschwindigkeit von bis zu 22 Stundenkilometern unterwegs, in der Schwachlastzeit langsamer. Eine 1-S-Bahn ist ausreichend, benötigt den geringsten Raum (eine 22 Meter breite Gesamttrasse) und ist für bis zu 12.000 Fahrgäste pro Tag dimensioniert.

Kosten und Reisezeit

Die Investitionskosten auf der Seilbahn betragen für den ersten Abschnitt "Bergstation Venusberg - Hindenburgplatz - Talstation am neuen DB-Haltepunkt UN Campus" 19,5 Millionen Euro. Für den zweiten Abschnitt "UN-Campus - Zwischenstation Rheinaue - Station Ramersdorf" würden Investitionskosten von 22,3 Millionen Euro anfallen. Die reinen Betriebskosten beziffern sich auf etwa 1,4 Millionen Euro für den ersten und 1,2 Millionen Euro pro Jahr für den zweiten Abschnitt.

Unter Einbeziehung der Investitionskosten sowie von Fahrgelderlösen und ohne Berücksichtigung zusätzlicher noch zu aktivierender Potentiale erzeugt die Seilbahn ein jährliches Defizit in der Größenordnung von einer Million Euro für den ersten Abschnitt bzw. drei Millionen Euro für die Gesamtstrecke. Nach dem ÖPNV-Gesetz NRW wäre eine 90-prozentige Förderung der Baukosten möglich. Dies könnte das Defizit der Gesamtstrecke auf unter eine Million Euro jährlich absenken. Der erste Abschnitt wäre dann wahrscheinlich betriebswirtschaftlich sogar ausgeglichen zu betreiben. Darüber hinaus könnten Einsparungen im Busangebot umgesetzt sowie auf Straßenausbauten verzichtet werden.

Die Reisezeit wird bei einer Gesamt-Trassenlänge von 4,30 Kilometern (Venusberg - Beuel) circa 12 bis 15 Minuten betragen. Die vergleichbare Autostrecke von Beuel auf den Venusberg mit circa 10 Kilometern Länge ist bei einer Reisezeit von durchschnittlich etwa 30 Stundenkilometern außerhalb von Stauzeiten mit circa 20 min. anzusetzen.


Hintergrundinfos zur Seilbahn

Warum eine Seilbahn zum Venusberg?
Wer führt die Studie durch und was sind die Ziele?
Was sind die Vorteile einer Seilbahn?
Wie können sich die Bonner beteiligen?

Warum eine Seilbahn zum Venusberg?

Der Venusberg ist ein Bonner Viertel, das sich zu einem zukunftsträchtigen Arbeits- und Wohnstandort entwickelt hat. Die einzigen beiden Zufahrten für den Kraftverkehr stehen schon jetzt unter hoher Last, auch Parkplätze werden knapp. Für ein weiteres Wachstum des Standortes stoßen die infrastrukturellen Kapazitäten mittelfristig an ihre Grenzen. So kommt die Seilbahn als alternatives Verkehrsmittel ins Spiel. Im September 2015 hat der Hauptausschuss die Verwaltung beauftragt, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, die den verkehrlichen Nutzen eines solchen Projekts prüft.

Wer führt die Studie durch und was sind die Ziele?

Die Machbarkeitsstudie wird von dem Ingenieurbüro Verkehr, Städtebau und Umweltschutz GmbH (VSU) durchgeführt und vom Institut für Raumentwicklung und Kommunikation (Raumkom) begleitet. Sie untersucht die städtebaulichen und verkehrlichen Rahmenbedingungen im Untersuchungsgebiet, den möglichen Verkehrsnutzen und die voraussichtlichen Kosten. Sie definiert Korridore, schlägt Standorte für Stationen und Verknüpfungen mit den Schienenstrecken vor. Aus der Abwägung von Nutzen und Kosten ergeben sich dann Empfehlungen an Politik und Verwaltung, ob und wie die Seilbahnoption weiter verfolgt werden sollte.

Die Machbarkeitsstudie soll einerseits eine mögliche Seilbahnverbindung vom Venusberg bis zum neuen Bahnhaltepunkt "UN Campus" an der Museumsmeile und zum Arbeitsplatzschwerpunkt am UN Campus/Deutsche Welle untersuchen. Außerdem soll ein weiterer Abschnitt über den Rhein nach Beuel geprüft werden.

Was sind die Vorteile einer Seilbahn?

Seilbahnen können ohne massive Eingriffe in die Landschaft ein hohes Aufkommen an Personen zu einem oder mehreren Zielpunkten befördern. Als jüngstes Beispiel hat die Rheinseilbahn in Koblenz internationales Aufsehen erregt. Im Alltagsverkehr kann sie in einem Entfernungsbereich bis zu fünf Kilometern große Höhenunterschiede auf der Luftlinie überwinden. Im Gegensatz zum Straßen- oder Schienenbau greifen Masten und Seile fast nicht in den Naturraum ein. Einzig die Stationen brauchen am Boden etwas Platz.

Wie können sich die Bonner beteiligen?

Am 22. Juni 2016 fand ein erster Bürgerdialog zum Thema „Urbane Seilbahn für Bonn“ in der Stadthalle Bad-Godesberg statt, um dort in das Thema „Urbane Seilbahnen“ allgemein einzuführen, die Methodik der Machbarkeitsstudie zu erläutern und ersten Zwischenergebnisse vorzustellen. Am 5. Oktober wurden in der Gesamtschule Bonns Fünfte bei der zweiten Bürgerinformation erste Zwischenergebnisse zur Machbarkeitsstudie für die Seilbahn vorgestellt. Beim dritten Bürgerdialog am 16. Mai werden nun die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt. Die Bewertung und Diskussion der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie erfolgte beim vierten Bürgerdialog am 22. Juni 2017.

Den aktuellen Projektstand können die Bürger über www.bonn-macht-mit.de verfolgen.

Zur Beteiligungsplattform www.bonn-macht-mit.de
URL: http://www.bonn-macht-mit.de

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Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2017




 


 

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