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23. Februar 2019



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Passantenfrequenzen in der Bonner Innenstadt: Remigiusstraße liegt an der Spitze


12.02. 2019

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn hat die Daten der drei fest installierten Frequenzmessanlagen des Unternehmens Hystreet.com in den wichtigsten Bonner Einkaufsstraßen ausgewertet. Großevents haben positive Auswirkungen auf die Zahl der Besucherinnen und Besucher in der Innenstadt. Messstellen ermöglichen langfristige Beobachtung.

BN - Passantenfrequenzen sind ein wichtiger Indikator um die Attraktivität von Einkaufszentren und Stadtzentren mit ihren Einkaufsstraßen zu beurteilen. In der Vergangenheit wurden in Bonn die Passanten nur vereinzelt per Hand gezählt. Seit dem Frühsommer 2018 hat die Firma Hystreet.com GmbH (www.hystreet.com) in den 1A-Lagen mehrerer Großstädte automatische Frequenzmessanlagen installiert. Diese messen 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Drei dieser Anlagen sind seit dem 1. August 2018 auch in Bonn, in der Poststraße, der Remigiusstraße und der Sternstraße, in Betrieb. Es ist somit möglich, das Passantenaufkommen in der Bonner Innenstadt aktuell zu beobachten und Langzeitstudien zu erstellen.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn hat die nun vorliegenden, frei zugänglichen Daten in dieser Tiefe erstmalig in Deutschland, für den fünfmonatigen Zeitraum vom 1. August 2018 bis 6. Januar 2019 ausgewertet. „Die Stadt Bonn ist bei der detaillierten Weiterbearbeitung unserer frei zugänglichen Daten klarer Vorreiter“, sagt Julian Aengenvoort, Geschäftsführer der Hystreet.com GmbH, der sich über die Initiative der Bonner Wirtschaftsförderung freut.

In der räumlichen Verteilung zeigt sich, dass die Remigiusstraße die dominierende Straße ist, gefolgt von der Post- und der Sternstraße. Insgesamt wurden gezählt:

  • Remigiusstraße:    5.126.305 Passanten
  • Poststraße:           4.828.750 Passanten
  • Sternstraße:          4.146.198 Passanten

Zeitlich verteilen sich die Passanten sehr unterschiedlich auf die Wochentage: Während es an Sonn- und Feiertagen sowie in der ersten Wochenhälfte eher ruhig ist, steigen die Passantenzahlen erwartungsgemäß an Freitagen und Samstagen deutlich an. An allen Sonntagen waren zusammen 956.890 Passanten gezählt worden, an Dienstagen mit dem niedrigsten Wert innerhalb der Woche 1.731.565 und an Samstagen 3.165.431 Passanten.

Insgesamt ist die Adventszeit auch die Zeit mit den höchsten Passantenzahlen.

Vergleicht man Schulzeiten mit Ferienzeiten, ergibt sich ein eindeutiges Bild: In den (Sommer)Ferien liegen die Passantenzahlen erwartungsgemäß rund 15 Prozent unter denen der Schulzeiten.

Neben den zu erwartenden höheren Passantenzahlen in der Adventszeit konnte der positive Effekt von Veranstaltungen belegt werden.

  • Am Samstag, 1. September 2018, fanden zwei Veranstaltungen statt mit der Folge, dass der samstägliche Ausschlag deutlich höher liegt als an den Samstagen davor und dahinter:
    • Zum einen am ersten Tag des Beethoven-Festes die Open Air-Veranstaltung „Bühne frei für Beethoven“, bei der 1.500 Kinder und Jugendliche auf sechs über die City verteilten Bühnen musizieren, und
    • zum anderen das SSF-Festival auf dem Münsterplatz.
  • Vom 5. bis 7. Oktober 2018 fand das Bonn-Fest des Vereins City-Marketing Bonn statt. Am verkaufsoffenen Sonntag waren sogar mehr Passanten in der Innenstadt als an „normalen“ Samstagen.
  • Ebenfalls positiv war die Veranstaltung „Bonn leuchtet“ des City-Marketing Bonn vom Freitag, 2. November 2018, bis Montag, 4. November 2018. Auch hier waren deutliche positive Ausschläge am Wochenende zu erkennen.
  • Am Freitag, 23. November 2018, addierten sich der „Black Friday“, der zu einem erhöhten Passantenaufkommen am Vormittag führte, und die Eröffnung des Weihnachtsmarktes, was höhere Passantenzahlen in den Abendstunden zur Folge hatte. Es wurden an diesem Freitag – völlig ungewöhnlich - sogar mehr Passanten als am darauf folgenden Samstag (24.11.2018) gemessen.

Interessant ist auch der Tagesverlauf der Passantenströme. Alle drei Straßen zeigen in ähnlicher Form das gleiche Muster: Zunächst wachsen die Passantenströme am späten Vormittag an und erreichen in der Zeit zwischen 12 und 14 Uhr ein erstes Maximum. Danach fallen die Passantenzahlen wieder ab, um ab 16 Uhr wiederum anzusteigen und dann nach dem abendlichen Einkaufs- und Berufsverkehr endgültig abzusinken.

23. August 2018: Bonn als Etappenziel der Deutschland Tour

Am 23. August 2018 war Bonn - nach zehnjähriger Pause der Tour - ein Etappenziel der Deutschlandtour der Gesellschaft zur Förderung des Radsports. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte es wegen der notwendigen Sperrungen - vor allem der Adenauerallee - starke Kritik gegeben; es wurde ein massives Einbrechen der Kundenzahlen in der Bonner Innenstadt befürchtet. Wie sich zeigt, liegt die Passantenfrequenz am Veranstaltungstag (23. August 2018) im arithmetischen Mittel der vorausgegangenen und nachfolgenden Donnerstage.

Auch im Verlauf unterscheiden sich die Passantenzahlen in den drei Straßen nicht wesentlich von den durchschnittlichen Werten der drei Donnerstage vor und nach dem 23. August 2018. Die Deutschland Tour hatte also keine negativen Auswirkungen auf die Passantenfrequenzen zur Folge.

Fazit

Abschließend lassen sich zusammenfassend folgende Aussagen treffen:

  • Die Ladenöffnungszeiten beeinflussen sehr deutlich die Passantenfrequenzen in der Bonner Innenstadt.
  • Große Events innerhalb der Innenstadt, z.T. verbunden mit verkaufsoffenen Sonntagen (z.B. Bonn-Fest, Bonn leuchtet), ziehen viele Menschen in die Innenstadt.
  • Großevents außerhalb der Innenstadt (zum Beispiel Deutschlandtour) beeinflussen die Passantenfrequenzen dagegen lediglich geringfügig.
  • Besondere Aktionen (zum Beispiel Bühne frei für Beethoven, SSF-Festival, Umzug Sankt Martin) beeinflussen die Passantenzahl positiv.
  • (Plötzliche) Wetterereignisse beeinflussen das Verhalten der Passanten in der Stadt negativ.

Victoria Appelbe, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, hob den großen Nutzen der Frequenzdaten hervor: „Beispielsweise kann nun der Beliebtheitsgrad der City insgesamt – viele Passanten in der Fußgängerzone sind ein Indiz dafür - langfristig beobachtet werden. Aber auch für Veranstalter sind die Daten wichtig: Sie können den Erfolg ihrer Events evaluieren.“ Die Ergebnisse sind auch für Immobilieneigentümer, Gastronomen und Einzelhandelsunternehmen bei der Beurteilung ihrer Lage interessant.“

Die detaillierten Ergebnisse wurden als Mitteilungsvorlage dem Wirtschaftsausschuss vorgelegt und sind nachzulesen unter: http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/19/1910479.pdf

 

 




 


 

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